Was macht Social Media für NGOs und Vereine so interessant? Teil #2: Vier wichtige Punkte bei der Planung, die Ihnen von Anfang an das Leben erleichtern. Plus: Checklist der häufigsten Fehler.

Wie funktioniert Social Media und was bringt mir ein Engagement für meine Ziele? Was muss ich bei der Planung beachten und wie funktioniert Social Media überhaupt für NGOs, Vereine und andere soziale Organisationen? Welche Fehler kann ich schon von Anfang an vermeiden und gibt es gute (kostenfreie) Tools, die mir helfen? Diese Fragen klären wir in einer dreiteiligen Reihe. Teil 2: Die vier wichtigsten Punkte bei der Social Media Planung und eine Checkliste, um die häufigsten Fehler gleich zu Beginn zu vermeiden.

Wie funktioniert Social Media und was bringt mir ein Engagement für meine Ziele? Was muss ich bei der Planung beachten und wie funktioniert Social Media überhaupt für NGOs, Vereine und andere soziale Organisationen? Welche Fehler kann ich schon von Anfang an vermeiden und gibt es gute (kostenfreie) Tools, die mir helfen? Diese Fragen klären wir in einer dreiteiligen Reihe:

# Teil 1: Fünf Gründe, warum Social Media besonders gut für soziale Organisationen passt

# Teil 2: Vier wichtige Punkte bei der Planung, die Ihnen von Anfang an das Leben erleichtern. Plus: eine Checkliste der häufigsten Fehler.

 

 

Die Planung: 4 wichtige Punkte, die Ihnen von Anfang an das Social Media Leben erleichtern

 

#1 Unbedingt und unbedingt wichtig: Das eigene Profil klären.

Das mag banal klingen, ist es aber nicht. Wenn Sie mit Ihrem Verein oder Ihrer NGO starten, müssen Sie die folgenden Punkte unbedingt klären und das am besten mit Einbeziehung der Mitglieder und Mitstreiter. Am Ende sollte möglichst Konsens über das eigene Profil herrschen. Die wichtigsten Fragen dazu:

  • Wer sind wir?
  • Was wollen wir erreichen?
  • Was ist unsere Botschaft?
  • Wen und was unterstützen wir und wo hört unser Engagement auf?
  • Wer sind unsere Unterstützer?
  • Was sind unsere Ziele und wie messen wir Erfolg?

Sie können alle Fragen beantworten? Super!

Daraus jetzt noch kurz eine Kurzbeschreibung der Organisation und Ihres Kernanliegens formulieren und Sie haben die allererste und fast wichtigste Hürde für Ihren gelungenen Auftritt genommen.

#2 Das Profil auch konsistent vermitteln.

Um Menschen für sich und für Ihre Ziele zu begeistern und sie darüber hinaus auch zur Unterstützung zu bewegen, muss nicht nur Ihr Anliegen selbst sondern Sie als NGO oder Verein müssen insgesamt glaubwürdig sein. Dazu gehört zum Beispiel, dass die gesamte Organisation transparent handelt, authentisch agiert und Glaubwürdigkeit besitzt.

Neben dem Handeln müssen die Botschaften, die Sie den Menschen vermitteln wollen, klar und eindeutig formuliert sein und konsistent auf den verschiedenen Wegen in die Öffentlichkeit gebracht werden. Dazu:

  • Nutzen Sie Ihren Webauftritt, um sich als Organisation darzustellen, Ihre Handlungen transparent zu dokumentieren und stellen Sie ausreichend Informationen über Ihre Arbeit und Ihr Thema bereit.
  • Stellen Sie sicher, dass alle ihre Social Media Kanäle wiederkehrende Botschaften präsentieren, eine gleiche Sprache sprechen und damit Wiedererkennungswert bieten.

 

#3 Gerade zur Vorbereitung: Schätzen Sie Ihre Ressourcen realistisch ein.

Mit Social Media kann man direkter, persönlicher und leichter Menschen erreichen, als das zuvor möglich war. Aber: eine gelungene Online-Kommunikation lebt vor allem vom regelmäßigen Dialog und ist ganz bestimmt kein Selbstläufer. Für die Betreuung einer oder mehrerer Accounts, einem aktuellen Webprofil oder eines Blogs brauchen Sie viel Ausdauer und Unterstützung. Ein echter Erfolg wird Ihr Auftritt nur werden, wenn Sie regelmäßig interagieren (können).

Daher: starten Sie lieber kleiner und steigern langsam Ihr Engagement. Das ist viel besser, als einen Kanal sterben lassen zu müssen oder nicht mehr bedienen zu können. Sobald Sie auf einer Plattform oder einem Kanal vertreten sind, erwarten die Nutzer auch, dass Sie auf Fragen oder Anregungen antworten. Fangen Sie klein an und werden Sie größer, nicht umgekehrt.

 

#4 Nutzen Sie Bilder und erzählen Sie Geschichten.

Bilder fesseln uns Menschen seit je her und können oft mit einfachen Mitteln so viel mehr vermitteln, als ein langer Text. Nutzen Sie freundliche, menschliche und gut gemachte Bilder, um Ihr Anliegen zu unterstreichen.

Das Informationsangebot im Internet ist so unfassbar groß, es wird sich kein Nutzer freiwillig auf Ihren Seiten langweilen. Dass heißt wenn Sie es nicht schaffen, mit Ihren Texten und Botschaften die Besucher zu fesseln, wird jeder Nutzer schnell weiterklicken – es gibt ja so viel Spannendes zu entdecken. So machen Sie das doch im Internet selbst auch oder?

Deshalb: Nutzen Sie die Macht der Bilder und guten Geschichten!

 


Checklist: Wie vermeide ich als Organisation die größten und häufigsten Fehler im Social Web?

#1 Inkonsistenter, unglaubwürdiger Auftritt.

Schärfen Sie Ihr Profil und stellen Sie sowohl sich als Organisation als auch Ihr Herzensanliegen klar, transparent und authentisch dar – und zwar auf jedem der genutzten Kanäle.

#2 Intransparenz.

Das Internet ist eine große Chance für Organisation, direkt für ihre sozialen Anliegen zu werben, Spenden zu sammeln und auf sich aufmerksam zu machen. Allerdings muss dafür nicht nur das Anliegen hohe Glaubwürdigkeit besitzen, sondern die ganze Organisation an sich.

#3 1000 Kanäle, aber keine Zeit für einen regelmäßigen Dialog.

Lieber klein anfangen und das Engagement steigern, als Auftritte sterben lassen.

#4 Langweilige, veraltete Bilder und Textwüsten.

Bauen Sie auf kurze, prägnante Texte mit den wichtigsten Informationen und Key-Facts. Kombinieren Sie die „harten Fakten“ mit gut erzählten Geschichten, die für Ihr Anliegen werben und die Nutzer fesseln und bewegen.

Bilder können – wie gute Geschichten – Menschen erreichen und überzeugen. Dazu müssen die gewählten Fotos und Grafiken freundlich, einladend und „menschlich“ sein. Nutzen Sie dazu helle Farben, lächelnde Menschen, Nahaufnahmen und Bewegungen.

 

Warum überhaupt Social Media für NGOs, Verein und soziale Organisationen nutzen? Was bringt mir das und wozu überhaupt? Diese Fragen haben wir im ersten Teil der Reihe „Social Media und NGOs“ geklärt und Fünf Gründe, warum Social Media perfekt zu sozialen Organisationen passt, besprochen.

Was macht Social Media für NGOs und Vereine so interessant? Teil 1: Fünf Gründe, warum Social Media perfekt zu sozialen Organisationen passt

Wie funktioniert Social Media und was bringt mir ein Engagement für meine Ziele? Was muss ich bei der Planung beachten und wie funktioniert Social Media überhaupt für NGOs, Vereine und andere soziale Organisationen? Welche Fehler kann ich schon von Anfang an vermeiden und gibt es gute (kostenfreie) Tools, die mir helfen? Diese Fragen klären wir in einer dreiteiligen Reihe. Teil 1: Fünf Gründe, warum Social Media besonders gut für soziale Organisationen passt.

Wie funktioniert Social Media und was bringt mir ein Engagement für meine Ziele? Was muss ich bei der Planung beachten und wie funktioniert Social Media überhaupt für NGOs, Vereine und andere soziale Organisationen? Welche Fehler kann ich schon von Anfang an vermeiden und gibt es gute (kostenfreie) Tools, die mir helfen? Diese Fragen klären wir in einer dreiteiligen Reihe:

# Teil 1: Fünf Gründe, warum Social Media besonders gut für soziale Organisationen passt

# Teil 2: Vier wichtige Punkte bei der Planung, die Ihnen von Anfang an das Leben erleichtern. Plus: Checklist der häufigsten Fehler.

 

Fünf Gründe warum Social Media besonders gut für soziale Organisationen passt

#1 Sie haben die interessanten und besseren Themen.

Die meisten NGOs oder Vereine kämpfen mit ihren Mitteln für einen guten Zweck. Im Gegensatz zu einem Unternehmen stehen also Herzensanliegen und soziale Interessen im Vordergrund – keine Produkte und Dienstleistungen. Das hat den Vorteil, dass Nutzer die Themen leichter, schneller und unkomplizierter teilen und darüber sprechen werden. Die Menschen haben eher das Gefühl, sich für ein wichtiges Thema einzusetzen und nicht unbewusst Schleichwerbung für einen großen Konzern und dessen Produkte zu betreiben.

 

#2 Sie werden schnell Mitstreiter in Ihrem Umfeld finden.

Sie werden leichter Menschen finden, die Ihr Anliegen teilen und weiterverbreiten. Genauso gibt es Personen in ihrem direkten oder erweiterten Umfeld, die Ihr Thema teilen und sich dafür engagieren werden. Sie müssen nur gefunden und begeistert werden.

 

#3 Mit geringen Ressourcen und klugen Ideen können wir viele Menschen begeistern.

Sie haben kein Millionenbudget? Keinen Werbefachmann oder hochbezahlte Webagentur? Macht nichts, mit ein paar grundlegenden Ideen und dem Verständnis, wie Social Media funktioniert, kommt man auch mit einem geringen Budget ziemlich weit. Für ein gutes Anliegen lassen sich viele Menschen begeistern – wenn Sie es schaffen, mit kreativen und klugen Ideen auf sich aufmerksam zu machen.

 

#4 Entscheidend im Netz ist die eigene Glaubwürdigkeit und da haben soziale Organisationen einen großen Vorteil.

Erfolgreiche Kommunikation basiert nicht nur im Internet auf einer hohen Glaubwürdigkeit. Je authentischer Sie auftreten, desto mehr werden Ihnen die Leute zuhören und sich für Ihre Themen begeistern lassen. Im Gegensatz zu großen Unternehmen und Konzernen, denen man automatisch unterstellt, dass sie primär ihre Produkte verkaufen wollen und am Gewinn orientiert sind, haben Vereine und soziale Anliegen einen großen Vertrauensvorschuss bei den Menschen. Sie kämpfen primär für eine gute Sache, nicht um ihren Gewinn zu steigern.

 

#5 Die Menschen haben tolle kreative Ideen – man muss sie nur zu Wort kommen lassen.

Wenn Sie sich auf das Abenteuer Social Media einlassen, werden Sie sehen, dass es noch viel mehr Mitstreiter, Unterstützer und Helfer für Ihr Thema gibt, als Sie ursprünglich dachten. Wenn Sie ein paar grundlegende Regeln der guten Kommunikation beachten und Möglichkeiten zur Mitgestaltung für Nutzer bieten, dann werden Sie überrascht sein, wie viele Gleichgesinnte es gibt, wie viele Helfer Sie erreichen können und wie kreativ die Menschen sind. Lassen Sie sich überraschen!

 

Das sind sicher nicht alle Gründe, warum sich Social Media für Ihr Thema lohnt und warum Sie sich mit damit auseinander setzen sollten. Allerdings ist ein gelungener Auftritt und gute Kommunikation leider kein Selbstläufer. Sie müssen ein paar wichtige Dinge bei der Planung und der grundsätzlichen Vorbereitung beachten. Dazu mehr in:

Barbara. – öffentliche Kommunikation in Bestform

Barbara. ist eine Meisterin der eindringlichen Botschaften. Die anonyme StreetArt Künstlerin schafft es mit einfachsten Mitteln die Menschen zu überraschen, zu bewegen und zum Nachdenken anzuregen. (Politische) Kommunikation im öffentlichen Raum – Offline und Online – in Bestform.

Barbara. ist eine Meisterin der eindringlichen Botschaften. Die anonyme StreetArt Künstlerin schafft es mit einfachsten Mitteln die Menschen zu überraschen, zu bewegen und zum Nachdenken anzuregen. (Politische) Kommunikation im öffentlichen Raum – Offline und Online – in Bestform.

 

Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle.
Bild: Barbara. Dieser Befehlston verletzt meine Gefühle.

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